Reif für die (heimische) Insel

Einmal einen großen Schritt vom Alltag zur Seite treten, die Füße, ob metaphorisch oder wirklich, in der Luft baumeln lassen und alle stressenden Gedanken beiseite legen. Wie auch immer man seinen Urlaub verbringt, der Seele sollte einmal Raum zum Luftholen gelassen werden. Und um das zu schaffen, muss man nicht unbedingt wegfahren, denn auch zu Hause kann man richtig schöne freie Tage erleben, allerdings sollten diese auch klar als solche gekennzeichnet werden.

Bist du reif für die Insel? Und zwar am liebsten für eine Insel, die weit draußen im Pazifik schwimmt, keinen Telefonanschluss hat, wo aber dafür überdurchschnittlich viele, gemütliche Hängematten in den Bäumen hängen? Gerade in Stressphasen steigt die Sehnsucht nach einer solchen Szenerie überproportional steil an, doch nicht unbedingt in gleichem Maß die realistische Chance auf einen solchen Urlaub. Dann gilt es sich seine eigene kleine Inselstimmung zu schaffen.

Grundregeln

Eigentlich ist eine der obersten Regeln für den Urlaub die, dass man einmal eben keine Regeln befolgen muss. Man benutzt keinen Wecker, der einem befehlt, wann man aufzustehen hat, und der einen zu Terminen und Fristen drängt. Doch genau das stellt eines der größten Probleme dar, wenn man versucht den Urlaub zu Hause zu verbringen. Nur weil man mal ein paar Tage von der Arbeit befreit ist, heißt das natürlich noch lange nicht, dass sich plötzlich jeder Stress oder jeder Druck im Nichts auflöst, nur weil man mal zwei Stunden im Sitzsack versinkt. Doch genau das sollten Sie tun! Damit man richtig Urlaub machen kann, müssen einmal alle kleinen Post-Ist- Zettel und „To-Do“ Listen in den Schubladen verschwinden und warten. Und der Terminplaner kriegt auch einfach mal frei.

Kleine Projekte

Jeder hat seine persönliche Art abzuschalten, doch gilt grundsätzlich, dass man den Kopf nicht unbedingt beim reinen Nichtstun, Fernsehgucken oder Entspannen auf der Relaxliege frei kriegt, sondern dass es oftmals besser ist, wenn ein bisschen Aktivität ins Spiel kommt. Sport ist natürlich immer gut, aber auch ein künstlerisches, selbstgestecktes Projekt pustet den Kopf mal so richtig frei. Zum Beispiel kann man sich einmal vornehmen, ein Möbelstück selbst zu bauen. Gerade wer sonst viel am Schreibtisch sitzt und vorwiegend Kopfarbeit leisten muss, wird feststellen, wie gut ihm ein wenig handwerkliche und kreative Tätigkeit tut. Und so hat man am Ende einer Urlaubswoche vielleicht nicht nur richtig gut abgeschaltet, sondern im Wohnzimmer steht auch noch ein selbstgebauter toller Schrank oder ein neuer eleganter Beistelltisch. Urlaub soll in erster Linie das innere Gleichgewicht wieder herstellen und das schafft man eben besonders gut, wenn man sich einmal mit ganz anderen Dingen beschäftigt als es sonst im grauen Arbeitsalltag der Fall ist.

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