Urlaub in Antalya: Eine Stadt der Gegensätze

Veröffentlicht am : 22 April 20214 minimale Lesezeit

Die türkische Großstadt Antalya liegt direkt am Mittelmeer und ist sowohl Bestandteil einer fruchtbaren Küstenebene als auch eine florierende Touristenhochburg. Antalya ist eine Stadt der Gegensätze und vereint die historische Altstadt oberhalb der Steilküste mit modernen Hotels an den langen Sandstränden der Türkischen Riviera.

Geschichte und Geschehen Antalyas

Mit ihrer Gründung etwa 150 vor Christus gehört Antalya zu den ältesten Städten der Region. Gegründet unter dem Namen Attaleia entwickelte sich die Hafenstadt zu einem bedeutenden Handelszentrum mit dem größten Hafen der Umgebung. Noch im Mittelalter war die Stadt ein Zentrum des Christentum und erlebte zahlreiche Belagerungen und Machtwechsel bis es im 14. Jahrhundert in osmanische Hände fiel.

Im folgenden Jahrhundert geriet die Hafenstadt in Vergessenheit, als nach dem Fall von Konstantinopels Räuber ihr Unwesen auf den inneranatolischen Verkehrswegen trieben und der Handelsweg von Norden nach Süden abgeschnitten wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts fiel Antalya in italienische Besatzung bis Atatürk 1923 schließlich die türkische Staatsgründung und einen Friedensvertrag abschloss und der Hafenstadt ihren heutigen Namen Antalya zukommen lies.

Antalya heute erleben

Heute gilt Antalya als die pulsierende Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Mit über eine Millionen Einwohner legt die Stadt großen Wert auf eine herausragende Infrastruktur. So ermöglicht es nicht nur der Tourismusbranche eine gute Grundlage sondern bietet auch einen interessanten Standort für Industrie- und Gewerbebetriebe aus dem benachbarten Europa. Zwar blickt die Altstadt auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurück, dennoch ist der Großteil der Gebäude moderner Natur, da sich die Einwohnerzahl in den letzten 60 Jahren von etwa 30000 auf über eine Millionen drastisch gesteigert hat.

Sehenswürdigkeiten der Stadt

Das kannelierte Minarett, Yivli Minare, ist das Wahrzeichen der Stadt. Der Turm wurde um 1230 errichtet und liegt östlich der Ulu Moschee, dem ersten islamischen Bauwerk der Antalyas. Aus einer Inschrift am Osttor der Moschee lässt sich erfahren, dass das Gebäude an der Stelle einer ehemaligen byzantinischen Kirche erbaut wurde. Das kannelierte Minarett zeichnet sich dadurch aus, dass es von jeder Stelle in Antalya aus zu sehen ist.

Das Hadrianstor wurde etwa 130 nach Christus erbaut und soll an den Besuch des römischen Kaisers Hadrian erinnern. Das Tor besteht aus mehreren Bögen aus Marmor, die sowohl im römischen als auch im seldschukischen Stil errichtet wurden. Die Stadtmauer schloss sich an den beiden Seiten des Tores an. Das Hadrianstor ist das einzige Zeitzeugnis der einstigen Befestigungsanlage der Hafenstadt und wurde 1960 sorgfältig restauriert.

Oberhalb des Hafens liegt der Uhrturm Saat Kulesi. Dieser war ursprünglich ein Teil der Befestigungsanlage der historischen Stadt. Der Turm war seinerzeit einer von zwei Wachtürmen des Festungstors und erhielt seine Uhr und seinen Namen erst Jahrzehnte später. Heute steht der Uhrturm auf einem großen Platz, der mit Bänken besetzt ist, sodass der Turm zu einem beliebten Treffpunkt in der Stadt wurde und als Ausgangspunkt für zahlreichen Erkundungstouren der Stadt dient.

Der historische Hafen (Yat Limani) liegt innerhalb der ehemaligen Befestigungsanlage und wird heute nur noch als Yachthafen genutzt. Nahe des Hafens liegen zahlreiche kulinarische Einrichtungen sowie Unterhaltungsmöglichkeiten höherer Preiskategorie. Auch Einkaufsmöglichkeiten aller Art sind im Hafenviertel zu finden. Zusätzlich starten mehrmals täglich Bootstouren vom Yachthafen aus, bei denen man die Umgebung zu Wasser erkunden kann.

Zahlreiche weitere atemberaubende Sehenswürdigkeiten sind im gesamten Stadtgebiet Antalyas verteilt zu finden. Privat lassen sich diese mit dem gut organisierten öffentlichen Verkehrsnetz erkunden oder über touristisch geführte Touren besuchen. Seit 1997 unterhält Antalya eine Städtepartnerschaft mit der bayrischen Stadt Nürnberg. Ebenfalls 1997 wurde die Straßenbahn der Stadt eröffnet, die mit gebrauchten Fahrzeugen aus Nürnberg ausgestattet ist. Auf diese Weise geriet etwas deutsches Flair in die Hafenstadt an der Türkischen Riviera.

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